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Storytelling, Geschichten des Lebens

wenn der Frühling in der Nase kitzelt


(contains commercial)

*english version below*

Ich tauche ein in ein Meer von Blüten, Apfel, Kirsch.

Die Bäume tauchen mich in ein Meer zarter Blütenblätter, zeigen die Sanftheit des Frühlings.

 

Sie kitzeln mich in der Nase, genau wie die Sonnenstrahlen die mein Herz wärmen.

 

Nach einem Winter der Ruhe, nachdem ich im Kokon war.

Die Monate des Schlafs sind vorbei.

Warmer Frühlingswind weht mich in einen Wirbel.

Er kündet von dem Sommer der kommt.

Er kündet von der Wärme, vom Licht dass sich in mir sammelt.

 

Streift ab die Kälte des Winters, öffnet eure Herzen und Augen für die Blumen des Frühlings, auf den die Ernte folgen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* I dive into the ocean of flowers,

trees are my ocean of blossoms, show me the tenderness of spring.

They tickle my nose, as well as the rays of sun keep on warming my heart.

After a winter of resting, after a time of cocooning.

Times of sleep are over.

The warm wind of spring pushes me into a swirl.

Telling me from the coming summer.

Telling me from the warmness, the light collecting in me.

Peel of the frostiness of winter, open your hearts and eyes for the blossoms of spring, which will be followed by crop.*

 

 

Herzlichen Dank an Tchibo für die Outfits, die ab sofort für vier Wochen unter dem Motto „go ethno“ erhältlich sind

Hose, Cardigan, Tunikabluse, Schal, Tasche von TCHIBO, jetzt im aktuellen Sortiment erhältlich.

 

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Geburt, das Wunder beginnt

Posted in Mutterschaft, Storytelling, Geschichten des Lebens
on 25. Januar 2017

Neulich sah ich auf einer social media plattform ein Interview mit einer Celebrity, die über ihre Trennung und die vorgegangene Geburt ihres eineinhalbjährigen berichtete. Für sie war die Geburt mitunter der Grund, warum sie sich von ihrem Partner entfremdete, entblößt fühlte, und nicht mehr als Frau sichtbar. Ich kann dem nicht zustimmen. Für mich war die Geburt meines Kindes das einzigartigste Erlebnis, dass ich mir nie hätte vorstellen können.

Neun Monate hatte ich unser Kind im Bauch. Ich wusste nicht was mich erwarten würde, er ist mein erstes Kind, und ich konnte mir nur zusammenreimen, was zwischen den Zeilen von Vorbereitungskursen und der Erzählung anderer Frauen lag.
Glücklicherweise ist die Geburt nichts was wir verstehen müssen, oder können. Und glücklicherweise wissen wir nicht wirklich, was uns erwartet, das war das erste was ich meiner Schwester kurz nach der Entbindung sagte. Aber die Erinnerung verblasst schnell, denn die Natur hat uns mit einem einzigartigen Schutzmechanismus ausgestattet, und man vergisst innerhalb kürzester Zeit die Schmerzen, Zustände, und fast alle Gefühle die in Verbindung mit diesem fast unwirklichem Vorgang sind.
In meiner Erinnerung blieb mir aber das „wilde Weib“. Etwas dass mich dazu gebracht hat, nicht mehr zu denken, nur zu tun, mich dem hinzugeben was der Moment ist. Anfangs wollte ich noch atmen, steuern, mitdenken, bis ich merkte, dass ich es nur schlimmer machte mit meinen Gedanken, und ich nur das tun sollte, was mein Körper mir sagt. Mein Kind und ich steuerten den Geburtsvorgang, wir waren eins. Und ich bin zutiefst dankbar, dass der Vater meines Kindes bei der Geburt dabei war. Uns hat dieses Erlebnis weniger getrennt, als vielmehr verbunden. Er konnte mich halten, er war da, er wich  nicht von meiner Seite, bis der Kleine da war. Ich hätte ihn auch gar nicht gehen lassen können, es war unsere gemeinsame Kraft die mir half. Ich hatte einen vorzeitigen Blasensprung, und als 24 Stunden später die Wehen eingeleitet wurden, ging es Schlag auf Schlag. Ich habe mir sagen lassen, dass eingleitete Wehen häufig in schnelleren Sequenzen ablaufen. Ich weiß es nicht, nur das weiß ich noch, ich hatte das Gefühl sechs Stunden durchgehend nur Wehen zu haben. Ich dachte an den Rat der Geburtsvorbereiterin und begann zu tönen. Einfach Töne aus mir raus, ohne nachzudenken, OHM, HI, HA whatever works!  Mit keiner Minute hatte ich Zeit darüber nachzudenken, ob ich nun gut aussehe oder nicht. Oder ob mein Partner mich so empfindet. Oder ob ich vielleicht zu laut wäre.

Wenn ich einen Rat an Frauen habe, die vielleicht gemischte Gefühle vor der Geburt haben, dann wäre es „Lass dich ein“. Mit allen Sinnen, hör auf nachzudenken, vergiss was um dich ist (es wird vermutlich gar nicht anders gehen). Lass dir auf keinen Fall einreden wie du zu liegen, sitzen, stehen hast. Eine Hebamme wird dir helfen, aber sie hilft dir nur, soweit du unklar bist. Lass dich fallen, erlaube deinem Partner Stärke zu zeigen und dich zu halten. Lass ihn dich als Frau erleben, in einer Kraft, die ihr nie wieder so erleben werdet. Eine Geburt ist das einzigartigste Erlebnis, das zwei Menschen haben können, und es ist tatsächlich eine Urkraft. Erlaube dir diese Energie zu spüren.

In unserer Gesellschaft wird Geburt gern mit Krankheit, mit Krankenhäusern, mit Gefahr verbunden. Geburtshäuser werden eingespart, eine Geburt soll im sterilen Umfeld stattfinden. Seitdem ich an mir selber erlebt habe, welche Kraft eine Geburt in mir freigesetzt hat, muss ich nur milde lächeln, wenn ich das Bild von einer Entbindung in Medien und Gesellschaft wahrnehme. Es ist eine verzerrte Realität, es ist ein krankmachen, wo alles gesund ist. Es ist der Versuch die weibliche Geburtskraft mit männlicher Rationalität zu kategorisieren.  Eine Geburt ist ein Mysterium, dass man erst selber verstehen kann, wenn man es geschafft hat. Ich möchte keine Minute dieser Nacht missen, ich möchte keinen Moment hergeben, und ich bin froh und dankbar, dass mein Partner damals an meiner Seite war, denn wir konnten etwas erleben, dass uns als Familie verbunden hat. Was auch immer wir dann später erlebt haben, die Geburt gemeinsam zu erleben war unter anderem auch der Kit der bis uns bis heute verbindet. Es ist die Erlaubnis sich auf tiefster Ebene zu spüren, verbindender als jeder Moment der flüchtigen Ekstase.

Klar, wir verändern uns als Partner in unseren Rollen und Wahrnehmungen, wenn wir Eltern werden. Aber für mich ist der ehrlichste Beginn der Elternschaft, gemeinsam eine Geburt zu erleben, um zu verstehen, dass jetzt wirklich alles anders ist. Denn da ist dieses Wesen für das man gemeinsam Verantwortung übernommen hat, dass man gemeinsam auf die Welt geholt hat.

Es ist das Wunder der Geburt. Und es ist das Wunder des Lebens dass wir mit jedem Atemzug schützen.

 

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Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin …

Posted in Storytelling, Geschichten des Lebens
on 15. Dezember 2016

Ich höre ungern Nachrichten. Mord und Totschlag an jeder Ecke, und keiner findet es wichtig über die guten Sachen zu erzählen. Aber in der letzten Zeit komm ich nicht um die Schlagzeile rum, immer wieder „Aleppo“ „Syrien“. Und ich spüre im Krieg gibt es keine Gewinner. Im Krieg zu behaupten, es gäbe ein Gut und Böse ist nur die Legitimation sich die eigenen Gräueltaten gut zu reden. Krieg geschieht auf dem Rücken der Menschen, hinterlässt Traumen die Generationen lang bestehen. Wer von uns kennt keine Großeltern-Geschichte von den Gräueltaten des Krieges? Wem läuft nicht immer wieder ein Schauer des Erkennens über den Rücken, obwohl seine Generation keinen Krieg erlebt hat.

Wenn man Aleppo in eine Suchmaschine eingibt, dann sieht man es, was es bedeutet. Schutt und Asche, auf den Geschichten einer Stadt, dem Rücken der Menschen die da leben. Aber diese Stadt ist nur ein Sinnbild für das was Krieg anrichtet. An so vielen Ecken dieser Welt glauben Menschen mit Rache und Vergeltung ihren Frieden zu finden, tun aber nur das Gegenteil. Wie viele traumatisierte Seelen wollen wiederum die Sühne für die Taten die an ihnen und ihren Liebsten vollbracht wurden.

In Europa sitzen wir in unserem gemütlichen Thronsessel. Jammern über Steuern, über die bösen Ausländer die uns Jobs wegnehmen würden, und über steigende Fleischpreise. Ehrlich?
Aber ich gebe zu, gerade in der letzten Zeit war ich auch eine gute Jammerin auf hohem Niveau. War entnervt aufgrund meiner finanziellen Situation, dass Dinge nicht so gut laufen wie sie könnten, und sonstige Oberflächlichkeiten. Und dann sitz ich eines Morgens bei meinem Kaffee, und höre die Nachrichten und muss nur weinen. Weil es ungerecht ist, weil niemand solche Verluste erleben sollte wie die Menschen die Krieg erleben. Weil ich an all die Kinder denke, die das erleben, und tief in ihren Seelen verankern müssen.

Dann schau ich meinem Sohn an, und spüre wie privilegiert wir sind. Wir haben eine sichere Wohnung, ein Einkommen, genug zu Essen, wenn die Sirene am Samstag läuft, dann nur zur Probe für die Feuerwehr.

Und ich wünsche diesen Segen allen Menschen. Weil jeder einzelne es verdient hat. Und weil es möglich ist. Aber nur wenn wir etwas dafür tun. Wenn wir vor allem glauben, an eine bessere Welt. Wenn wir ein Teil dieser besseren Welt sein wollen und es durch unser Verhalten tagtäglich nach außen tragen.

In Europa werden Demonstrationen für den Frieden in Aleppo gehalten. Es geht nicht nur um Aleppo. Es geht um die Welt. Es geht um bescheuerte Kriege die nur auf Macht und Egospielchen beruhen.

Ich bin keine gute Demonstrantin. Ich bin hochsensibel und bekomme eine Panikattacke  bei alle den Gefühlen die ich da wahrnehme. Aber ich kann zumindest beten, an den Gott an den ich glaube. Das kann jeder, beten, an seinen Gott. Es ist egal woran du glaubst, solange du nur an etwas glaubt ,dass dir und der Welt Hoffnung schenkt. Gebete können die Welt verändern. Und da red ich nicht von irgendwelchen aus dem Koran, der Bibel oder sonstwas. Ich meine dein persönliches Gespräch mit deinem persönlichen Gott. Es ist da. Es gibt dir Kraft.

Und ansonsten. Verurteile nicht diejenigen die die Flucht antreten mussten. Sie mussten viel erleiden um diesen Schritt zu wagen. Begrüße sie. Erlaube ihnen eine Heimat zu finden. Denn ihre wurde ihnen genommen.

 

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Wiederholt sich wirklich alles – oder haben wir es doch in der Hand?

Posted in Storytelling, Geschichten des Lebens
on 9. November 2016

Heute in der Früh hatte ich einen Beitrag über den Balanceakt Mama-Arbeit-Deadlines-vs-Kindergarten geplant. Aber dann kam auch ich an den Nachrichten nicht vorbei, und machte mir aus den FB Meldungen anderer Leute meinen Wahlergebnis-reim.

Amerika hat also gewählt. Jemand den man niemals für relevant gehalten hätte. Es stehen so viele Fragezeichen im Raum und keiner weiß was nun passiert. Was – oder wen – haben sie wirklich gewählt, eine Marionette, einen Kriegsherrn, einen Friedensstifter? Der Wahlkampf beider Kandidaten war eine menschliche Show unter der Gürtellinie bei der es nur mehr darum ging, dem anderen ans Bein zu pissen. Da hat wohl Trump besser schlecht geredet. Von Inhalten war kaum was zu hören, von Visionen oder Mitmenschlichkeit fehlte jede Spur.

Ich sags ehrlich. Ich mochte Barack Obama, einen Staatsmann, der zumindest versuchte das Beste für die Amerikaner rauszuholen. Ein Mensch mit Manieren und einem Gefühl für soziale Gerechtigkeit (auch wenn es in Amerika so etwas kaum gibt). Irgendwie ja auch egal, denkt man sich, weil das ist ja übern Teich. Aber so egal ist es leider nicht. Denn wir sind auch nicht viel besser. Beispielsweise steht bei uns eine Bundespräsidentenwahl an, die durch einen Kandidaten dominiert wird, der kein Problem damit hat, Hassreden zu verteilen, oder zu provozieren durch Kriegsansagen. Sollte ein Bundespräsident nicht vermitteln, beruhigen, und darüber stehen? Ist das nicht irgendwie die väterliche Figur des Staates? Wollen wir jetzt auch einen Dokusoap Darsteller, der uns eine farbenprächtige Show liefert?

Wir werden am 4. Dezember beweisen, ob wir so viel besser sind als die Amerikaner. Und ich lass mich auf keine Analysen mehr ein. Denn wenn mir die politischen Entwicklungen etwas gelehrt haben, dann das, dass Prognosen nur verwirren und nichts helfen.

Warum wir uns jetzt wieder an derselben Stelle wie vor 100 Jahren befinden? Man denke zurück an die Zeit vor den zwei Weltkriegen, wirtschaftlich und gesellschaftlich ging es um ähnliche Themen. Es wurde mit Angst kokettiert, es wurde Druck erzeugt, man müsse etwas ganz anders machen. Dabei wurde aber leider übersehen, dass Krieg und Grenzzäune nur einer Partei dient, und zwar der (Kriegs)Wirtschaft, der (Waffen)Industrie die dahinter steckt.

Ich war heute auf der Uni, und als über die Ergebnisse der US Wahl gesprochen wurde, lief mir nur mehr ein kalter Schauer nach dem anderen über den Rücken. Und da saß ich nun, und versuchte zu sagen „Hey, wenn ihr es anders wollt, dann müsst ihr dafür einstehen, lasst euch nicht zu jemand erklären, der ihr nicht seid, zeigt dass es anders geht“. Und dann kam wieder der klassische Satz „Aber was willst denn dagegen tun, als einzelner Mensch“. Das ist die Aussage die ich nicht gelten lassen kann. Jeder kann etwas tun, jeder hat ein Wahlrecht und eine Stimme, die er erheben kann. Jeder kann Mitgefühl und Respekt zeigen, dazu braucht es keine Wahl. Zu sagen man könne nichts tun, ist vielleicht sogar noch tragischer als eine Partei zu wählen, die offensichtlich nur mit Hetze und Angst arbeitet. Denn dann verschenkst du deine Stimme. Du schaust zu, wie aus deinem Land eine Festung von Kleinbürgern wird, du verschließt Augen und Ohren in der Hoffnung, dass du nichts mehr mitbekommst. Aber das kannst du nicht. Und es geht auch nicht. Denn du lebst in diesem Land, dass sich angeblich dafür entschieden hat. Auch wenn du das nicht gewählt hast. Wenn du nicht gewählt hast, dann hast du deine Stimme missbrauchen lassen.  Dein Leben wird nicht besser, wenn du dir selber die Macht nimmst, deine Stimme zu erheben. Du wirst jeden Abend vor der ZIB sitzen, oder deine Zeitung lesen, und jammern, dass du nichts zu sagen hast, bis du es glaubst und aufgibst. Und das ist das Schlimmste, was du tun kannst. Verstummen. Damit gibst du den Menschen den Raum dich und deine Meinung zu übertönen. Sag nicht, du kannst nichts tun. Du kannst wählen, du kannst dich engagieren bei den Themen die dir wichtig sind. Du kannst und sollst deine Meinung vertreten dürfen, noch sind wir ein freies Land. Aber damit es so bleibt, müssen gerade die Leisen laut werden. Denn die Lauten muss mal jemand auf ihre Plätze verweisen.

Und ob nun zu den Ergebnissen in Amerika, oder zu unseren eigenen politischen Bewegungen kann ich nur zwei Dinge sagen

YOU HAVE A VOICE – USE IT

BE THE CHANGE YOU WANT TO SEE IN THE WORLD 

Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geborgt, welche Welt wünschen wir ihnen. In welcher Welt sollen sie leben. Wenn wir schon aufgeben, warum sollten sie dann noch kämpfen, wozu? Wenn wir ihnen lehren, ungefragt alles hinzunehmen, Radikalität und Hass als Lappalie zu betrachten, dann formen wir ihre künftige Gesellschaft. Wollen wir ihnen nicht eine Welt schenken, in der Respekt und Wertschätzung herrscht? Das hat nichts mit zuckerlrosa Wolken zu tun. Und selbst wenn – schau dir den Himmel an – es gibt manchmal zuckerlrosa Wolken, weil unsere Welt ein Wunder ist. Also – wenn das existiert, dann können wir genauso eine Gesellschaft schaffen in der Mitmenschlichkeit und Wärme existieren. Tu nicht so als wäre es nicht möglich, denn wenn wir das Gegenteil erschaffen konnten, dann können wir wiederum das andere Gegenteil genauso schaffen!

© katharina gindra-vady, oktober 2016
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Bloggen – digitale Geschichtenerzähler

Posted in Storytelling, Geschichten des Lebens
on 12. Oktober 2016

Ich bin ein Newbie beim Bloggen. Daher muss ich erst mal netzwerken und schauen, dass ich meine Leser erreiche. Manchmal wird mir ganz schwindelig, bei all den Dingen die ich können müsste, websiten programme, Online marketing, Content management, Zielgruppenerfassung, Mediakit, Fotobearbeitung und was weiß ich was. Und dann natürlich  Vernetzung. Dabei wollte ich einfach nur Geschichten erzählen. Das Bloggen hat den Nachteil, dass man nicht sieht, ob man jemand erreicht, ob die Geschichte, das Erzählte beim Leser ankommt. Also sucht man sich seine Bestätigung in der Statistik. Schnell verfällt man einem unnötigen Konkurrenzgedanken, bei dem man beginnt zu befürchten, jemand könnte vielleicht Leser wegschnappen, nur weil die Themenbereiche sich ähneln.  Aber jetzt, wo ich versuche mich stärker zu vernetzen, merke ich dass Bloggen keinen Wettbewerb nötig hat.

Wir alle sind Geschichtenerzähler. Wir berichten von Erlebtem, Probiertem und Gedachtem. Wir inspirieren Menschen, zum Nachdenken, zum Nachmachen, zum Mitmachen.

Es braucht keine Konkurrenz. Denn so vielschichtig wie die Menschen sind, so vielfältig ist die Bloggerszene. Sogar wenn sich Autoren auf demselben thematischen Blogpfad bewegen, sie werden nie dieselbe Sicht auf ein Thema haben.

Bei den Aborigines gibt es in jedem Stamm einen Geschichtenerzähler.

Foto privat

Foto privat

Er ist dafür zuständig die Geschichten des Stammes zu erhalten und weiterzugeben. Es ist eine Ehre und eine Aufgabe. Irgendwann kann es sein, dass der Erzähler eine neue Gabe in sich entdeckt und ein neuer Geschichtenerzähler im Tribe geboren und gewählt wird. Aber immer ist da jemand, der durch seine Geschichten verbindet und vereint. Der durch seine Erzählungen vor Fehlern bewahrt, und zum Lachen animiert.

Wenn ich an Blogger denke, möchte ich gerne an unsere gemeinsamen Geschichten denken. Ich möchte die Stärke darin erkennen, dass jeder seine Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise erzählt. Man sagt ja „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Ich denke beim Bloggen geht es nicht um den Wettbewerb. Es geht um das Erzählen von Geschichten, um die Freiheit der Seele und Menschen. Oft vergessen wir, was einzelne Blogger auf sich nehmen um vom Leben zu berichten. Berichte von Menschen, die aus Kriegsgebieten schreiben, gegen Regimes aufstehen, und so viele tapfere Erzählungen von diversen  menschlichen Katastrophen. Es geht nicht um die Likes, es geht nicht um die Statistik. Es geht um deine Stimme, um dir Gehör zu verschaffen und offen zu sein für Neues.

Gerade in unseren europäischen Kreisen verliert man sich oft in Statistiken oder anderen Oberflächlichkeiten. Man will Geld verdienen mit dem Blog.  Und dazu braucht man eine große Leserschaft. Ich glaube, manchmal müssen wir uns einfach daran erinnern, dass es keinen größeren Lohn gibt für Geschichtenerzähler, als jeder einzelne Mensch, der gebannt der Geschichte lauscht. Ich selber hätte das fast vergessen, auf meiner Suche nach Likes, Zugriffen und Hits. Aber zum Glück gibt es dann irgendwo eine andere GeschichtenerzählerIn die mich daran erinnert, dass es nie um meine Statistik ging, sondern immer nur um die Freiheit meine Geschichte zu erzählen.

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Foto pixabay.com

 

 

 

 

 

 © katharina gindra-vady, oktober 2016
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Bei der Geburt wurde auch eine Mutter geboren, eine Ode an die einsamen Mütter

Eine einsame Mutter.
Sie erstickt in Routinen.
Muss funktionieren.
Betäubt sich – Realitätsfluchten –
Antidepressiva, Alkohol, Zucker, what else?
Sie möchte doch so gern sein wie früher.
Aber es gibt keinen Weg dahin.
Wie auch?
Für ihr Kind würde sie sterben.
Für ihr Kind ist ein Teil in ihr wie gestorben.
Ist er es wirklich?
Vielmehr wurde er transformiert.
Er – das „alte“ ich.
Keiner hat ihr das gesagt.
Sie fühlt sich, als wär sie die einzige, die sich verloren hat.
So lebt sie nun – mit dem Gefühl die Alte zu sein.
Aber sie ist wie neu geboren.
Als sie ihr Kind zur Welt brachte, kam nicht nur ihr Baby.
Es wurde eine Mutter geboren, die es zuvor nicht gab.
Jetzt steht sie da – alleine – den Körper immer noch schützend –
um ihr Baby, ihr Leben lang.
Je länger sie es ins „Groß werden“ bringt,
desto mehr sammelt sie die Puzzlesteine ihres Selbst wieder auf.
Das alte Bild – neu zusammengesetzt.
Alte Freundschaften, Vorlieben, Begeisterungen –
alles zerschellt.
Es blieb der leere Raum.
Für Neues.
Und nun –
wenn sie die Leere endlich zulässt,
fügt sie die Teile des Puzzles in ein Bild.

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Foto, pixabay.com

 

text copyright katharina gindra-vady, september 2016

 

 

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Können die Prinzessinnen verdammt nochmal bitte erwachsen werden? Und die 10 Vorteile eine Königin zu sein.

Posted in Gesundheit, Seele, Storytelling, Geschichten des Lebens
on 27. August 2016

Ich habe diese Becher geliebt, wo schön in rosa draufsteht, Prinzessin für den Tag, oder sonst so schlaue Sprüche für erwachsene Frauen die sich gerne besonders fühlen.

Bis jemand irgendwann einmal die Bemerkung fallen ließ, „warum wollen alle Prinzessin sein, wenn eine Königin doch viel mehr kann?“. Ups, erwischt, und seitdem merke ich, dass ich meine innere Prinzessin nicht mehr klein sein will, und die Königin in mir entfacht ist.

Daher muss ich euch nun die fünf Vorteile aufzählen, die es hat, Königin in seinem eigenen Reich zu sein:

  1. Sie ist die Herrscherin in ihrem Reich.
  2. Sie lebt ihre Freiheit auf ihre Weise.
  3. Sie ist magisch, weise und umfassend in ihrem Denken.
  4. Sie hört auf ihre Intuition.
  5. Sie trifft ihre Entscheidungen aus freien Stücken und zum Wohle aller Beteiligten.
  6. Eine Prinzessin wird zumeist vergeben, gerettet oder getauscht. Bist du Königin dann wählst du, und entscheidest.
  7. Sie schützt ihr Reich und wählt dessen Bewohner.
  8. Sie versorgt ihr Reich mit ihren Fähigkeiten.
  9. Sie kann alleine über ihr Reich herrschen. Muss sie aber nicht, denn wenn –
  10. ein Prinz daher reitet, lässt sie ihn erwachsen werde. Ein Gauner wird zurück geschickt woher er kommt, und ein Gaukler erfreut sie maximal. Aber ein König – nun ja, der ist auf Augenhöhe, und betritt ihr Haus aus freien Stücken, ebenso wie sie aus freien Stücken diesen König wählt.

Meiner Meinung nach hat die Prinzessin bei mir ausgedient. Was hab ich mich in meinem Leben schon mit reelen Märchenfiguren rumgeschlagen. Für mich gilt, wenn schon eine Märchenfigur als Vorbild, dann wenigstens eine die weiß was sie will, und es durchsetzen kann. Es gibt ja genügend gute und weise Königinnen, da hätte ich ja einige Rolemodels zur Verfügung.

Natürlich steht es jedem frei Prinzessin sein zu wollen, nur ich hab ausgelernt. Ich will selber und frei entscheiden, was für unser Leben am Besten ist, immerhin ist mein Sohn ja dann auch der Thronfolger 😉 in meinem Reich. Und aufs gerettet werden leg ich nicht besonders viel Wert, wohin bringt uns Frauen denn das? Wir werden abhängig von unseren Partner, oder glauben sogar ohne ihn nichts zu sein. Nix für mich. Da bin ich schon lieber die mystische Königin, die Entscheidungen trifft. In dem Sinne – be your queen, everyday :)!

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 © katharina gindra-vady, oktober 2016
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Ressourcen verbraucht …

Posted in Storytelling, Geschichten des Lebens
on 11. August 2016

Normalerweise denkt man ja nur an seine eigenen Ressourcen, die abendliche oder sonstige Erschöpfung, Geldthemen, Arbeitsthemen, Politik oder allgemeines Weltelend (ganz beliebt im Moment Ausländerphobien schüren). Wir können uns über so viel beschweren und aus so vielem ein Problem machen. Aber da ist eine Sache, die übergehen wir, obwohl die eine der wichtigsten Themen unserer Zeit ist. Vor zwei Tagen war „Welterschöpfungstag“, der Tag an dem unsere Ressourcen eigentlich aufgebraucht sind, und wir auf Pump leben.  Wir beleihen unsere Erde, aber keiner fragt nach den Zinsen. Wir ziehen aus Mutter Erde, obwohl sie uns eigentlich nichts mehr geben kann, wir beuten aus Ländern die eigentlich selber nichts haben. Wozu? Damit wir auf unseren neuesten Handies die Pokemons in schärferer Bildqualität haben? Damit wir Äpfel aus Südafrika haben, weil die eigenen nicht schmecken?
Gestern hat mein Sohn beim abendlichen Baden in seiner kleinen Babywanne mit dem Duschstrahl eine Riesenfreude gehabt. Er hat das Wasser über sein Gesicht laufen lassen, und entdeckte wie das mit dem Gurgeln geht. Es war ein wunderschöner Moment. Und ein so dankbarer. Denn wir leben in einem Land wo ich keine Angst haben muss, dass er sein Bade/Duschwasser verschluckt. Wir haben das klarste Wasser, wundervolle Berge und Seen, Wälder und Tiere. Wir haben doch alles da. Warum also nicht dies zum Anlass nehmen das Lokale ein wenig zu unterstützen. Mutter Erde beschenkt uns täglich reich, vielleicht ist es an der Zeit auch etwas zurückzugeben. Und wenn es nur die Dankbarkeit ist die wir in einem stillen Moment geben.
Wir können sudern und jammern, und uns von Banken, Wirtschaft und Politik dumm schwätzen lassen, oder wir packen den Stier bei den Hörnern und jeder findet etwas, dass dieser Erde gut tut und Heilung bringt.
Wir sind die Mütter unserer Kinder, wir ehren jede Mutter die alles gibt für ihre Kinder, also ist wohl auch Ehre an Mutter Erde angebracht. Jeder muss selber entscheiden, wie er seine Zukunft gestaltet, aber eines ist gewiss, wir sind keine hilflosen Figuren die schicksalsergeben auf ihren Tod warten. Wir haben ein Leben, nutzen wir es zum Wohle unsere Kinder, unserer Welt.

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Der Ja-Aber Fluch, eine Geschichte

Posted in Storytelling, Geschichten des Lebens
on 18. Juli 2016

Aurora war ein glückliches Kind. Sie kam auf diese Welt in der Annahme, dass ihr alles möglich sei, was sie sich wünscht. Sie wollte Prinzessin sein, Astronautin, Managerin und Sportwagenfahrerin. Sie wollte ihre Wünsche leben dürfen und sich auch was vom Leben erwarten. Aurora wusste jedoch nicht, dass sie in eine Familie geboren wurde, auf der ein fürchterlicher Fluch lastete. Es war der „Ja-aber“ Fluch. Ein Zauberer hatte sie vor Jahrhunderten damit belegt. Er wollte nichts böses, er war einsam und wollte nur, dass alle bei ihm blieben, und das war am besten möglich, indem sie nichts neues wagten. Also wünschten sich schon seit Generationen die Menschen in dieser Familie etwas anderes in ihrem Leben, wagten aber nicht den letzten Schritt zu tun, um etwas neues oder gewagtes zu beginnen. Stattdessen kam im letzten Moment ein fieser Zwerg, der in ihrem Kopf immer wieder Kreise drehte, und ihnen von neuem sagte „das kannst du nicht, das kannst du nicht, was glaubst du der du bist?“.

Aurora wuchs also behütet und glücklich auf, aber immer mehr begrub sie ihre Träume. Jeder einzelne wurde  beschnitten, so dass am Ende nur die Dinge über blieben, die ihr Überleben sicherten. Sie war erwachsen, also sollte sie etwas vernünftiges lernen, und sich nicht ständig neue Flausen überlegen. Und doch – da kam immer wieder ein anderer Zwerg, der sie in der Nacht besuchte. Er schickte ihr Träume, und Visionen, und immer wenn dieser Zwerg zu Besuch war, hatte sie Mut etwas neues zu probieren. Doch der Mut verließ sie schnell, wenn sie scheiterte. Und wie es so ist, manchmal muss man Dinge öfters probieren, um herauszufinden wie es richtig funktioniert.

Sie versuchte wirklich ihr Leben so zu leben wie es vorgeschrieben war. Ohne Risiko, ohne Abenteuer und mit viel Sicherheit. Aber diese Sicherheit lähmte sie, machte sie krank und wirr im Kopf. Ihre Seele weinte, und ihr Körper auch. Sie konnte nicht mehr damit aufhören. Also ging sie zu einer Hexe, die sollte ihr helfen. Aber die Hexe war eine Helferin des Zauberers und er wollte nicht, dass der Fluch endlich aufgehoben wurde. Und so gab ihr die Hexe nur Kräuter geben, doch diese Kräuter machten alles noch schlimmer. Aurora spürte, dass sie nichts mehr spürte. Wie in einem dunklen See fühlte sie, dass in der Tiefe ihres Wassers Gefühle begraben lagen, die sie nicht sehen konnte, und die Kräuter begruben ihre Gefühle immer mehr. Sie weinte nicht mehr. Aber sie fühlte auch nicht. Sie war ein dunkler ruhiger See, bei dem die Bewegung in der Tiefe seines Untergrunds stattfindet. In ihr drehten sich die Wirbel. Aber sie konnte sie nicht mehr fassen. Sie sah die ruhige Oberfläche und verstand nicht, dass darunter immer noch so viel Bewegung war.

Aurora lebte damit. Sie wusste, dass sie niemals ausleben dürfte was sie sich wünschte, aber sie akzeptierte es, wie ein Todkranker das Urteil seines Arztes. Aber man ist nicht tot, solange man lebt, also gab es in ihr eine Art Wasserlilie, die immer wieder aus den Tiefen ihres Sees aufkam, und ihr zeigte, dass da unten mehr passierte als oben sichtbar war. Diese Lilie barg ein Geheimnis. Es war eine Perle, die wuchs je länger man sie am Licht ließ. Und so wuchs diese Perle. Zuerst dachte sich Aurora nichts dabei, aber dann wurde sie neugierig, sie sah sich das innere der Blüte genau an. Und war erstaunt. Da hatte sich diese Perle in einen kleinen Buddha verwandelt. Der saß da und sah sie nur an. Der kleine Buddha war die Erinnerung ihrer Seele. Er musste nichts sagen. Er brauchte sie nur anzusehen und sie spürte einen Schmerz in ihrer Brust. Es war der Schmerz des Erinnerns. Es war der Schmerz der einem zeigt, dass man noch lebt, dass man Träume hat. Dass diese Träume niemals sterben. Nachdem dieser kleine Buddha aufgetaucht war, fand Aurora es schwer das Spiel mitzuspielen. Das Spiel des Lebens, wo jeder nur klein bleibt, und ja nicht zu viel wünscht. Sie fand ein Zitat einer berühmten Schriftstellerin „wer bist du, dass du es nicht sein darfst?“ und begann sich zu fragen, warum sie wirklich nicht begnadet sein durfte. Wenn sie ein Teil dieser Schöpfung war, mit all seinen Wundern, tiefen inneren Seen und Tälern und Gebirgen und Meeren. Warum sollte sie dann nicht auch ein Wunder leben dürfen. Warum musste sie dann ihre Träume begraben, wenn sie doch ein Wunder sei? Jeder Mensch auf dieser Welt ist ein Wunder, und ein Ebenbild einer wundervollen Schöpfung. Warum nur lassen diese Menschen sich von Angst und Macht klein halten?

Die Frage beschäftigte Aurora und sie machte sich in ihrer Seelenwelt auf die Suche. Sie ging durch Täler und Berge, durch Meere und Flüsse, auf der Suche nach dem Ort an dem sie eine Antwort fände. Und da gab es dann diesen Ort. Ein Platz der roten Erde, mit roten Bergen und grünen Bäumen. Ein Platz an dem sie in die Erde kriechen konnte und ihre Ahnen befragen konnte. Sie ließ die Trommeln spielen und hörte dem Atem ihres Lebens. Und im Kreise ihrer Ahnen fand sie die Antwort auf ihre Frage. Warum bin ich hier. Es war eine so einfache Antwort, es war Liebe die uns hier her brachte, und es ist Liebe die uns hier hält. Zum ersten Mal erfuhr Aurora von dem Fluch ihrer AhnInnen. Sie bedankte sich beim Zauberer, der ja nichts böses im Schilde führte, für die Lektion und gab ihm seinen Fluch zurück. Denn Liebe lässt frei, und Liebe lässt fliegen. Er wusste es nicht besser, seine Liebe war regiert von Angst und Macht, und das macht die Liebe schwer und lähmt die Träume. Aurora dankte ihren AhnInnen für die Antworten auf ihre Fragen und wusste nun, dass sie immer dahin kommen konnte um Hilfe zu bekommen. Sie kannte den Ort ihrer Seele und war ihm in Dankbarkeit verbunden. Sie kehrte zurück an den tiefen See und fand ihn verändert vor. Das Dunkle war gewichen. Sie sah auf den Grund des Sees. Je mehr sie sich ihren Träumen zuwand, und der Hoffnung in ihrem Leben, desto klarer wurde der Grund. Die dunklen Wirbel verschwanden, und sie sah das grüne Wassergras wehen, die Wasserblumen kamen an die Oberfläche, und die Fischlein flitzten. Die dunklen Orte in ihrem See waren ihre Erinnerung an das Dunkle, dass sie einst gefangen hielt, und sie versprach sich diese Erinnerung zu ehren als etwas, dass sie in ihrem Leben nicht brauchte. Und die Lilie mit dem kleinen Buddha thronte in der Mitte des Sees. Voll Ruhe und Liebe sah er auf die Tiere und Pflanzen des Sees und lächelte. Manchmal bedarf es keiner Worte um zu verstehen.

© K. Gindra-Vady, Juli 2016

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Der Wolf im Schafspelz …

Posted in Storytelling, Geschichten des Lebens
on 17. Mai 2016

In Blogs sollte man weder über Politik noch über Religion schreiben. Sollte. Aber wenn man das Gefühl hat, man muss was sagen, darf man nicht schweigen und nachher jammern. Und ich habe was zu sagen. Ich bin stolze Österreicherin. Ich liebe mein Land. Aber ich habe nichts mit den Kampagnen einer Partei am Hut, die in Österreich am Vormarsch ist, und einen Bundespräsidentenkandidaten stellt.

Ein kleines Beispiel „für ein neues Amtsverständnis“ steht auf einem der Wahlplakate. Hm, also was ist nun dieses „Amtsverständnis“ dieses N. Hofer, der so tut als würde ihm Österreich am Herzen liegen.
Dieser Mann ist Mitglied einer Burschenschaft, Marko Germania, die die Nation Österreich ablehnt (er sieht übrigens keinen Anlass davon Abstand zu nehmen als Bundespräsident).
Er behauptet seine Partei wäre für den kleinen Mann, aber nachfolgende Abstimmungen sagen etwas anderes.
Seine Partei stimmte gegen die Streichung von Steuerprivilegien für Spitzenmanager und Konzerne, und gegen die Erhöhung der Bankenabgabe.
Ebenso waren sie gegen mehr Geld zur Senkung von Jugendarbeitslosigkeit und gegen die Erhöhung der Mittel zur Unterstützung für den Wiedereinstieg älterer arbeitssuchender Menschen.
Sie sind gegen eine Begrenzung von Luxuspensionen, und gegen eine Reichensteuer. Gegen Überbrückungsgelder für Bauarbeiter und gegen den Gratiskindergarten.
Und des weiteren für die Abschaffung der Arbeitervertretung, auch Arbeiterkammer genannt.

So, dieser Mann kokettiert mit den „Bürgern“, mit dem „Wohl“ der BürgerInnen Österreichs, aber im Grunde ist seine Partei schlimmer verlogen als alle anderen.
Mir reicht schon alleine als Argument gegen diesen Kandidaten, dass dieser Mensch einer Burschenschaft angehört, und auch den Austritt aus dieser verweigert, kann kein unparteilicher Repräsentant auf ein Bundespräsidentenamt sein. Jemand der manipuliert, und mit den Gefühlen der Angst der Bürgerinnen dieses Landes spielt, ist kein Mann mit Verantwortung, sondern nur jemand der Spielchen spielt.

Österreicher und Österreicherinnen, ihr seid ein gutes Volk, ihr seid human, ehrlich und beizeiten lustig. Ihr seid wundervolle Freunde und Familie wenn man sie braucht, und manchmal gesellige Suderanten. Lasst nicht zu, dass jemand euch derart vorführt, und lasst euch nicht so belügen.

Wenn ihr schon Protestwähler seid, dann wählt doch einfach Van der Bellen, der Mann war den anderen Parteien genauso ein Dorn im Aug wie Teilnehmer der FPÖ das manchmal sind. Aber Van der Bellen steht für Ehrlichkeit. So ehrlich wie Politiker halt sein können. Aber er kann die Neutralität seiner Position als Bundespräsident wahren. Weil er nicht so jung wie Hofer ist, kann er mit seiner politischen und Lebenserfahrung punkten. Mit diesem Mann blamieren wir uns nicht vor gesamt Europa und setzen ein Zeichen dass wir nicht so blind sind wie andere Länder Europas.

Österreich, zeige deine Mitmenschlichkeit, Güte und Wärme, und wählt Van der Bellen. Sei aktiv und geh wählen. Nur eine vergebene Stimme ist eine bewegende Stimme!

 

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