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Seele

Manchmal ist es einfach still ….

Posted in Mutterschaft, Pädagogik im Praxistest, Seele
on 26. Juli 2017

Ich suche seit geraumer Zeit nach Arbeit. Das war nicht schlimm, bis ich nach zwei Wochen Probezeit wieder arbeitssuchend war. Was dann passierte und wie es nun weitergeht.

Ich bin Mama eines zweieinhalbjährigen. Da ist es nicht ganz einfach wieder im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Ich konnte aufgrund des Umzugs, und der kinderunfreundlichen Arbeitszeiten, nicht in meinen alten Job als Hortpädagogin zurück. Und nun bin ich hier, in einem quasi neuen Bundesland, mit neuen Lebensbedingungen, und versuche wirklich einen neuen Job zu finden. Wohlwissend, dass ich nun mehr „Einschränkungen“ als junge Mutter erlebe als zuvor.
Dass ich Alleinerzieherin bin, dass ich nur zu „Kinderkrippenzeiten“ arbeiten kann (inklusive Fahrtswege), dass ich eine Frau bin die noch ein Kind bekommen könnte, all das trägt nicht unbedingt dazu bei, dass ich zu Gesprächen eingeladen werde. Als ich dann endlich einen Bürojob im gehobenen Bereich ergattern konnte, freute ich mich riesig, und dachte, dass jetzt alles wieder leichter wird. Aber das war leider gar nicht zutreffend. Der Job erwies sich als Wolf im Schafspelz, was zwischenmenschlich zuvor leicht schien, entpuppte sich als trojanisches Pferd, und so musste ich augrund massiver Probleme mit dem Management diesen Job aufgeben. Immerhin, zwei Wochen lang hatte ich es wirklich probiert, aber es war mir nicht möglich, diese Konflikte zu lösen, ignorieren, oder umzuleiten. Manchmal muss man handeln, auch wenn man weiß, dass die alten Probleme dann wieder auftauchen.

Anfangs war ich erleichtert, erholte mich von den Krisen die ich da erlebt hatte (ich kann aus Gründen der Privatsphäre der betroffenen Personen nicht näher auf die Konflikte eingehen), und dann erwischte sie mich. Die Arbeitslosendepression. Was ich zuvor nicht kannte, da ich ja nicht wusste, dass ich Familie und Arbeit vereinen konnte, traf mich mit voller Wucht. Die Traurigkeit etwas nicht geschafft zu haben, die Wertlosigkeit einer Aufgabe nicht gewachsen gewesen zu sein, die existenzielle Problematik, die Antriebslosigkeit, weil einem alles sinnlos erscheint. Mittlerweile hab ich locker drei Kilo extra drauf, weil ich anfing abends halbliterweise Eis zu essen um die Leere in meiner Seele zu betäuben.
Und jede weitere Absage, jedes weitere Gespräch, dass damit endet, dass man nicht genommen wird, obwohl man theoretisch auf die Stelle passt – aber praktisch ist man doch Mutter, und daher eher unattraktiv für den Dienstgeber – alles weitere macht mich nur mehr traurig.

Was ich tun soll? Ich soll mich bewegen, ich soll mich gesund ernähren, soziale Kontakte pflegen, und nicht aufgeben.

Was ich kann? Nicht aufgeben, dass kann ich. Vor meinem Kind stark sein, das kann ich. Aber dann noch Energie für Sport haben? Dann noch irgendwelche fancy Vitamine schlucken, die ein Megageld kosten? Sorry, aber das geht nicht mehr. Es ist einfach eine Sch…situation, und ich fange einfach mal an sie zu akzeptieren. Ich bin kein Guru. Ich bin eine normale Frau, mit stinknormalen Ängsten und Sorgen. Ich behaupte mich in einer Gesellschaft die von Männern regiert und gesteuert wird, wo Frauen in Teilzeitfallen stecken, heiraten aus existenziellen Gründen, und in einer größeren Armutsbedrohung stecken als die männlichen Gegenstücke. Also ganz ehrlich, wenn ich jetzt nicht gut drauf bin, weil es einfach verdammt schwer ist, eine ausreichend bezahlte Arbeit als alleinerziehende Mama zu kriegen, dann ist das so.

Ich hatte vor dem letzten Jobdesaster noch Visionen, Hoffnungen, Wünsche und Träume. Die werden wiederkommen. Ich muss mir nur Zeit geben, und Vertrauen.

 

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Ab welchem Punkt lohnt es sich weiterzumachen? Und wo verläuft man sich wie Alice im Labyrinth?

Posted in Seele
on 2. Juni 2017

Dem aufmerksamen Leser ist vermutlich nicht entgangen, dass ich die letzten zwei Wochen eher wenig geschrieben habe. Ich war zwar auf Facebook und Instagram präsent (war aber auch ziemlich sinnlos), aber die Energie hat nicht gereicht um zu schreiben. Was ist passiert? Zum einen hat mich zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt Fieber nieder gestreckt, und zum anderen bin ich mit meinem Blog an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiß, ob ich weiter mache. Ob es sich „lohnt“ so viel Zeit und Energie reinzustecken.

Ich bin Mama eines zweieinhalbjährigen. Ich bin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, als er etwa drei Monate war, und in eine eigene Wohnung in einem anderen Bundesland, als er etwa ein halbes Jahr alt war. Ich hatte neben meiner Rolle als frischgebackene Mutter mit unserer schwierigen familiären Situationen zu kämpfen und mit dem „alles alleine schaffen“ mit Baby. Mein Kleiner hat mit etwa vier Monaten Neurodermitis bekommen, die uns bis heute begleitet. Er ist auf Weizen und Milch allergisch. Ich habe existenzielle Probleme gemeistert, menschliche, und stand vor einem kompletten Neubeginn. Ohne meine Freunde die mich fast zwanzig Jahre begleitet hatten, nur mit Familie im Rücken, hab ich hier alleine neu begonnen. Es ist schwer all diese Schritte mit Baby zu machen, und braucht alle Energien. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich den weiteren Spagat jetzt zwar schaffe, aber unendlich erschöpft bin. Sein Papa und ich haben einen sehr guten Weg gefunden, wie wir uns vertragen und im besten Sinne aller handeln, aber es war ein steiniger Weg.

Ich habe diesen Blog begonnen, weil ich teilen wollte was uns passiert. Für die Hoffnung in mir, und die Hoffnung in anderen. Jetzt aber merke ich, es geht einfach nicht nur um die Texte. Es geht um Layout, Design, Bugs, affilate links und was weiß ich was. Die BloggerInnen szene ist eine harte, Ellbogen sind Alltag. Klar, es ist eine Szene wo ein Hobby zum Beruf wird, und die die das als Beruf ausüben müssen nun hart kämpfen um sich zu beweisen. Ratschläge sind teuer, und jemand der sich „nur mit dem Schreiben“ beschäftigt und nicht mit Design und co, der wird einfach keine Leser finden. Ich habe natürlich auch schon tolle BloggerInnen übers Netz getroffen, die mir ihre Hilfe ohne Rechnung angeboten haben, aber im Grunde ist der Grundtenor der Szene „hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“. Und damit bin ich echt überfordert. Ich möchte ja LeserInnen erreichen. Will mit einigen Artikeln auch eine Diskussion anregen, aber all meine Worte sind Schall und Rauch, ohne das passende Layout. Und ich habe einfach keine Energie mehr, mich stundenlang vor den Laptop zu setzen und versuchen rauszufinden, was ein Bug ist, oder wie ich ein Foto kleiner mache.
Klar, eine Freundin sagte mir, dann muss ich halt diszipliniert sein, und mich jeden Tag eine Stunde hinsetzen, aber ich schwöre, ich habe das Gefühl mein Kopf fällt vornüber auf die Tastatur, und meine Seele schreit laut „STOOOOOPPPPP!“.

Es mag sein, dass ich jetzt alles im Griff habe. Ich habe einen Job in der Tasche, der Kleine ist gut in der Kinderkrippe integriert. Wir leben glutenfrei, vegan mit Fleischbeilage und auch mit Neurodermitisschüben kann ich umgehen, auch wenn es mir im wahrsten Sinn des Wortes den Schlaf raubt. Aber jetzt auch noch in etwas investieren, von dem ich nicht weiß ob es jemals jemand interessiert. Ich sags ehrlich – ich weiß es nicht.

Und ich bin es leid ständig von Mediakit, bezahlten Kooperationen, bezahlten Promotions und Awards zu lesen. Klar, ich bin auch sehr dankbar für die Kooperationen die ich habe, und möchte an der Stelle jeden Mythos bezüglich Reichtum nehmen, ich werde für keine Kooperation bezahlt. Ich bin ein „microinfluencer“ wie sie so schön sagen. Bezahlt zu werden, kann ich mir nicht leisten. Makaber, oder?
Auch da gibt es in der Szene diverse Aufrufe sich für jeden Produktpost bezahlen zu lassen. Das ist ja nett, wenn man eine Leserschaft von 10.000 und mehr im Monat hat, aber absolut unrealistisch für einen kleinen Blog wie meinen. Und wenn ich eine Firma habe, die mir mir kooperiert, und dieses Produkt für mich oder mein Kind sinnvoll ist, dann möchte ich die Freiheit haben darüber zu berichten. Einfach für den Gegenwert des Produktes.
Ich bin es leid, mich vergleichen zu müssen mit anderen BloggerInnen und das Gefühl zu bekommen etwas „falsch“ zu machen. Kann es in dieser Welt echt falsch sein, wenn wir aus tiefstem Herzen etwas sagen, schreiben, und nur das „falsche“ Layout, Programmierung, Foto macht meine Aussage zunichte?

Geht es wirklich nur ums Aussehen in unserer Welt? Was war der Ursprung von Blogs. Öffentliches Tagebuch. Berichte aus Krisengebieten, von Reisen, von menschlichen Krisen und deren Überwindung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass damals jemand nach einem Logo gefragt hat. Aber der Boombereich Fashion, schöne Reisen und schönes Essen haben den Maßstab an Blogs in ein Hochglanzmagazin verwandelt. Klar, Inhalt ist immer noch gefragt, aber wenn der nicht hübsch verpackt ist, dann kräht kein Hahn danach.

Diesen Artikel kann ich gerade nur deswegen schreiben, weil ich erst in einer Woche mit meiner neuen Arbeit anfange. Dann wird sich zeigen, ob ich überhaupt noch die Kraft habe weiterzuschreiben. Vielleicht werde ich meine Inhalte überdenken müssen, mein Herzblut, die pädagogischen Inhalte rausnehmen, und einfach nur mehr über Produkttests und Reisen schreiben. Vielleicht hör ich ganz auf. Vielleicht nur ein bisschen. Ich weiß es nicht. Ich weiß, die Karten mischen sich neu. Und grade im Moment ist alles verdeckt.

Am Ende meines Beitrages möchte ich natürlich nochmal klar stellen, dass es viele andere tolle Blogs gibt, und die wunderschön ausschauen und denen ich ihren Erfolg von Herzen gönne. Mein Post drückt einfach mal aus, wie es ist, wenn es nicht rennt, und man ansteht. Eine andere Bloggerin hat es schön ausgedrückt, „schreib doch mal über die Schattenseiten“, vielleicht hat dieser Beitrag einen Einblick gegeben, was für negative Seiten und Durststrecken das Bloggen hat.

Und wer mich unterstützen will, wer meint, dass ich nicht aufgeben soll, ihr könnt mir gerne Kommentare hinterlassen, meine Facebookseite liken, mein Instagramaccount travelbabybirdie. Denn wenn ich ehrlich bin, die einzigen die mich jetzt noch motivieren können, sind meine LeserInnen. Für euch schreibe ich diese Posts, für euch versuche ich ein Bild zu schaffen das euch inspiriert. Helft mir besser zu werden, sagt mir was euch nervt, oder freut, an meiner Seite, nur so kann ich versuchen es besser zu machen! Eure Katharina

 

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„Sei doch nicht so sensibel“ und so manch andere „hilfreichen“ Tipps dazu …

Posted in Gesundheit, Seele
on 27. September 2016

Ich war immer schon sensibel, stand an der Schwelle zur Hochsensibilität, aber seit der Geburt meines Sohnes habe ich das Gefühl meine Sensibilität ist im unermesslichen Ausmaß gestiegen. Und dabei geht es jetzt nicht darum, immer die Fühler bei möglichen Gefahren in Bezug auf mein Kind auszustrecken, nein es geht um ganz persönlichen Lebensbereiche.
So konnte ich dieses Wochenende ganz hautnah erfahren wie sensibel ich geworden bin. Ich war in einer Weiterbildung bei der ich im Laufe des Ausbildungsjahres den Anschluss an die Gruppe verloren hatte, und dachte mir – naja, sitz die Zeit einfach ab, nimm mit was an Inhalten da ist, und gut is. Nun so einfach ist es nicht mehr.
Zum einen gibt es da die Zeitkomponente, wenn ich als HSP in einem Ausbildungstag bin, der gut zwölf Stunden dauert, dann komm ich an meine Grenzen.
Zum anderen stelle man sich vor, diese zwölf Stunden in engem Kontakt mit Menschen zu sein, von denen du spürst, dass sie dir gegenüber nicht positiv gestimmt sind, aber dir das nicht sagen, bzw nicht zu ihrem Gefühl stehen. Das heißt, du hast eine enorme Spannung auszuhalten, zwischen dem Gefühl dass du hast, und dem Theater, dass dir andere vorspielen. Du fühlst Ablehnung, vielleicht Frustration. Du spürst, dass etwas zurückgehalten wird. Dass zermürbt dich. Du kannst dich nicht mehr auf die Inhalte konzentrieren, denn diese unausgesprochenen Emotionen belagern den ganzen Raum.

Darum tut Unehrlichkeit Hochsensiblen doppelt weh. Denn wir spüren etwas abweichendes von dem was uns andere Menschen sagen. Klar, wenn jemand einem alles ins Gesicht pfeffert, ist es auch unschön. Aber wenigstens kommt man sich nicht vor, als hätte man ein ‚falsches‘ Gefühl. Mir ist schon bewusst, dass Menschen aus „Höflichkeit“ oft nicht sagen, was sie denken, aber für jemanden der spürig ist, ist das schwer auszuhalten. Vor allem über einen längeren Zeitraum.

In Bezug auf meine Hochsensibilität, denke ich oft an den Kinderfilm „Horton hort ein Hu“, da kommt der wichtige Satz vor „nur weil man es nicht sieht, oder hört, heißt es nicht, dass es nicht existiert“. Ich komme oft in solche Situationen. Niemand kann es sehen oder hören, aber meine Sensoren, mein Gefühl nimmt es wahr. Mit dieser Gabe wird es oft schwer dieses „Gesellschaftsspiel“ zu spielen, dass so viele so gut beherrschen. Es heißt „wenn ich es nicht sage, existiert es nicht“. Aber als Hochsensible spüre ich es auch, wenn es nicht zu sehen oder zu hören ist.
Gerne wird man als ‚hysterisch, egoistisch, dramatisch, lebensunfähig oder egozentrisch‘ bezeichnet. Solche Zuschreibungen treiben jeden Hochsensiblen in die Isolation. Da man nicht mit einer Lederhaut auf der Seele geboren wurde, zieht man sich zurück.  Freundschaften zerbrechen, Familienbande, manchmal sogar das berufliche Umfeld. Man merkt, dass das was man fühlt  keine Wertschätzung erfährt, und da man ja die Eigenschaft zu fühlen nicht abstellen kann, zieht man sich zurück. Manchmal einfach auch zur eigenen Rettung.
Denn es ist anstrengend genug, ständig die eigenen von den anderen Gefühlen zu unterscheiden, da braucht man nicht noch zusätzlichen Stress durch Zuschreibungen.

Lasst es mich mal so ausdrücken. Wenn du dich schneidest, dann fühle ich deinen Schmerz. Wenn du mir aus Freundlichkeit deine negativen Gefühle nicht sagst und einen auf Weichspüler machst, dann spür ich das Gefühl, und deine davon abweichenden Worte verwirren mich.
Ich bin als Hochsensible weder besser noch schlechter als jemand anderer, ich bin vollkommen gesund und Ganz in dieser Welt. Man kann Hochsensibilität mit einem inneren ständig aufgedrehten Röntgengerät für Gefühle sehen. Ich scanne Emotionen, keine Faszien. Und das nicht absichtlich, sondern weil mein Körper, Seele, Geist diese Art der Kommunikation kennen und ausüben. Es ist nichts, was man abdrehen kann, oder steuern. Man sucht es sich nicht aus, oder trainiert es. Ich bin bestimmt nicht bei der Vergabe der Talente vorn gestanden und hab gesagt, ich will in dieser rauen Welt hochsensibel sein. Aber ich bins, und nun lerne ich damit umzugehen. Denn es ist eine tägliche Challenge, an Grenzen, an Gefühlen, am Sortieren von Gefühlswellen, sind sie Deine oder Meine?

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Foto, pixabay.com

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Können die Prinzessinnen verdammt nochmal bitte erwachsen werden? Und die 10 Vorteile eine Königin zu sein.

Posted in Gesundheit, Seele, Storytelling, Geschichten des Lebens
on 27. August 2016

Ich habe diese Becher geliebt, wo schön in rosa draufsteht, Prinzessin für den Tag, oder sonst so schlaue Sprüche für erwachsene Frauen die sich gerne besonders fühlen.

Bis jemand irgendwann einmal die Bemerkung fallen ließ, „warum wollen alle Prinzessin sein, wenn eine Königin doch viel mehr kann?“. Ups, erwischt, und seitdem merke ich, dass ich meine innere Prinzessin nicht mehr klein sein will, und die Königin in mir entfacht ist.

Daher muss ich euch nun die fünf Vorteile aufzählen, die es hat, Königin in seinem eigenen Reich zu sein:

  1. Sie ist die Herrscherin in ihrem Reich.
  2. Sie lebt ihre Freiheit auf ihre Weise.
  3. Sie ist magisch, weise und umfassend in ihrem Denken.
  4. Sie hört auf ihre Intuition.
  5. Sie trifft ihre Entscheidungen aus freien Stücken und zum Wohle aller Beteiligten.
  6. Eine Prinzessin wird zumeist vergeben, gerettet oder getauscht. Bist du Königin dann wählst du, und entscheidest.
  7. Sie schützt ihr Reich und wählt dessen Bewohner.
  8. Sie versorgt ihr Reich mit ihren Fähigkeiten.
  9. Sie kann alleine über ihr Reich herrschen. Muss sie aber nicht, denn wenn –
  10. ein Prinz daher reitet, lässt sie ihn erwachsen werde. Ein Gauner wird zurück geschickt woher er kommt, und ein Gaukler erfreut sie maximal. Aber ein König – nun ja, der ist auf Augenhöhe, und betritt ihr Haus aus freien Stücken, ebenso wie sie aus freien Stücken diesen König wählt.

Meiner Meinung nach hat die Prinzessin bei mir ausgedient. Was hab ich mich in meinem Leben schon mit reelen Märchenfiguren rumgeschlagen. Für mich gilt, wenn schon eine Märchenfigur als Vorbild, dann wenigstens eine die weiß was sie will, und es durchsetzen kann. Es gibt ja genügend gute und weise Königinnen, da hätte ich ja einige Rolemodels zur Verfügung.

Natürlich steht es jedem frei Prinzessin sein zu wollen, nur ich hab ausgelernt. Ich will selber und frei entscheiden, was für unser Leben am Besten ist, immerhin ist mein Sohn ja dann auch der Thronfolger 😉 in meinem Reich. Und aufs gerettet werden leg ich nicht besonders viel Wert, wohin bringt uns Frauen denn das? Wir werden abhängig von unseren Partner, oder glauben sogar ohne ihn nichts zu sein. Nix für mich. Da bin ich schon lieber die mystische Königin, die Entscheidungen trifft. In dem Sinne – be your queen, everyday :)!

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 © katharina gindra-vady, oktober 2016
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Gewalt in Beziehungen …

Posted in Gesundheit, Seele
on 7. April 2016

In Kapfenberg wurden zwei Frauen brutal auf offener Strasse erschlagen. Irgendetwas berührt diese Meldung in mir auf ganz tiefer Ebene. Ich erinnere mich an einen Film (http://www.sat1.at/film/die-ungehorsame/videos) den ich letztes Jahr in einem deutschen Privatsender gesehen hatte, der mir soviel erklärte und vor allem auch zeigte wie Beziehungen sich durch eine Gewaltspirale (http://www.diagnose-gewalt.eu/haeusliche-gewalt/definition-haeuslicher-gewalt/das-besondere-an-haeuslicher-gewalt) zerstören. Ich persönlich war immer dieser Typ Mensch der für alles eine Begründung fang, oder versuchte an das Gute im Menschen zu appellieren. Aber ich weiß nicht ob es möglich ist in einem Fall von häuslicher Gewalt überhaupt an etwas Gutes zu glauben. Ist man dann nicht automatisch schon Co-abhängig? (http://www.partnerschaft-beziehung.de/abhaengigkeit.html)

Für mich ist es aber schon die psychische Gewalt die den Weg in ungleiche Beziehungsverhältnisse beschreibt. Denn wieso wird eine/m PartnerIn erlaubt, dass er/sie durch Beleidigungen, Drohungen, Erpressungen, Herabsetzungen das Selbst, der/des Anderen angreift. Was läuft da schief?
Ursprünglich wollte ich recherchieren wieviel Menschen eigentlich von Gewalt in Beziehungen betroffen sind, aber dann fand ich es unnötig, denn kein Mensch zeigt eine psychische Gewaltverletzung an. Und selbst wenn, man würde als hysterisch oder dramatisch bezeichnet werden. Jeder erlebt Grenzüberschreitungen auf seine Weise, und wenn dein Partner/in diese Grenzen nicht wahrt, wenn er/sie weiter beleidigt, beschimpft, herabwertet, dann erlebst du Gewalt.

Und dann kann ich nur klare Worte finden, wenn jemand dir Gewalt antut, dann wird es nicht besser wenn du zurückschimpfst, es wird nicht besser wenn du die biblische andere Backe hinhältst. Es wird nur besser wenn du aufstehst, deinen Rücken streckst, dem/der anderen tief in die Augen schaust, dich mit allem Respekt verabschiedest und gehst. Jemand der dich einmal beleidigt, tut es ein zweites Mal, jemand der dir einmal psychischen Schaden verursacht hat, tut es ein zweites Mal. Es wird nicht besser, in einer Mehrzahl der Fälle leider sogar schlimmer, sobald der Respekt erst weg ist, fangen die Menschen an, auf der nächsten Ebene Gewalt auszuüben.

Versteh mich nicht falsch, niemand ist hier der Böse. Jeder hat seine Geschichte, sogar dieser traurige Mensch der seine Partnerin erschlagen hat, denn jemand der gezwungen ist in seinen Beziehungen körperliche oder seelische Gewalt auszuüben, hat leider selber schon zuviel erlebt. Aber, und das ist das wichtige, du bist nicht in der Position dieser Person zu helfen. Du solltest in einer Partnerschaft vertrauen dürfen.

Meiner persönlichen Meinung nach ist das auflösen von Gewaltmustern ein generationenüberdauernder Weg. Denn  jemand der als Kind schon körperlich angegriffen wurde, oder das bei seinen Eltern als Alltag erlebt hat, für den wird es kein Übergriff sein wenn er/sie den/die PartnerIn beleidigt oder herabsetzt. Denn er/sie hat ja bereits „schlimmeres“ erlebt. Für dessen PartnerIn sowie Kinder ist es aber ein Grenzüberschreitung den/die Partner/die Eltern als beleidigend und übergriffig zu erleben. Erst wenn die Kinder dieser Eltern dann ihrererseits an ihren Mustern arbeiten und physische Gewalt in ihren Beziehungen vermeiden, haben erst deren Nachfolger die Chance auf eine friedvolle Kindheit ohne Grenzüberschreitungen und Gewalt und in folge dessen auch die Möglichkeit friedvolle Beziehungen zu führen. Wenn man dies also an einer Generation festmachen würde:
würde jede Generation an ihren emotionalen Defiziten arbeiten, dann wären die Großeltern die die physische Gewalt verübt haben, die Eltern diejenigen die die psychische Gewalt ausübten, die Kinder die versuchen diese Fehler zu vermeiden, und die Enkelkinder also die erste Generation die gewaltfrei aufwachsen kann. Wenn man sich ansieht wie massiv Überschreitungen in der Zeit des zweiten Weltkrieges war, mit Übergriffen gegenüber Partnerinnen, Menschen  im Allgemeinen und Kindern, so ziehe ich den persönlichen Schluss dass wir jetzt langsam in ein Zeitfenster kommen bei dem es möglich wird, gewaltfrei zu leben und zu erziehen.

Aber – und das ist die Challenge, die Betroffenen müssen bereit sein ihre Muster zu verändern und nicht mehr weiterzuführen, was sie als „normal“ erlebt haben. Und deren Familien, PartnerInnen, FreundInnen sollten diese Veränderung unterstützen (ohne Co-Abhängigkeit zu wählen, denn die verändert nichts). Es gibt keine Verbesserung wenn man weiterhin den Sumpf wählt, in dem Gewalt in Sprache und Körper als Abwechslung im Alltag gesehen wird. Egal was du erlebt hast, du hast das Recht und die Pflicht es anders zu machen. Du kannst dich erinnern wie du dich gefühlt hast, als es passierte, als Kind, als Erwachsene/r.

Du bist ein Geschöpf Gottes, wie jeder andere auch. Du bist wundervoll und frei. Es gibt keinen Grund dich zu demütigen. Weder durch dich noch durch andere. Nimm die Challenge an und lebe ein friedvolles Leben.

Dieser Beitrag ist allen Beteiligten von Gewalt gewidmet. Den Menschen die sterben mussten, krank wurden oder an den Folge von Gewalt leiden. Danke für eure schwere Last, die nicht umsonst gewesen sein soll. Lasst uns diese Spirale enden und ein Leben in Gesundheit und Frieden wählen. Wenn wir Frieden in unsere Herzen lassen, so ist Heilung und Versöhnung möglich.

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Gute oder schlechte Laune – eine Lebenseinstellung, oder ein Gefühl?

Posted in Gesundheit, Seele, Storytelling, Geschichten des Lebens
on 24. September 2015

Der Gedanke „wir kreieren die Welt unter Zuhilfenahme unserer Gedanken“ prägt mich seit Beginn dieses Jahres. Nach einem sehr erholsamen Wochenende in meiner steirischen Ursprungsheimat erlaube ich mir folgende Überlegung;

Wie sollen wir, wenn wir davon ausgehen, dass die Welt ein schlechter Ort ist, irgendwie einen Platz finden, an dem wir uns sicher fühlen? Und – was passiert, wenn wir unsere Einstellung verändern, und das Spiegelgesetz anwenden. Denn das besagt (im Groben zusammengefasst), dass das was ich glaube in anderen Menschen und/oder Situationen zu sehen, eigentlich nur eine Spiegelung meines Selbst darstellt. Will ich also meine Welt misstrauisch, wütend und angstbesetzt erleben, oder neugierig, mutig und freudvoll?

Wäre es nicht ein guter Wochenstart sich dem Experiment hinzugeben, die Welt als einen freudvollen Ort zu erleben und sich jeden Tag Seelenbalsam zu gönnen? Etwas, dass uns wieder an die Freude erinnert, die wir bestimmt schon empfinden durften. Natürlich ist diese von Mensch zu Mensch verschieden, und kann von einem Spaziergang, einem selbst gekochten Essen, einem Gespräch mit einem lieben Freund, einem Anruf an den man schon längst nicht mehr daran gedacht hat, ein Bild dass man schon ewig malen wollte, bis zu einem Lied dass man immer singen wollte, reichen. Wenn also jeder Tag in der Woche eine für uns positiv besetzte Tätigkeit enthält, wie kann diese Woche dann ‚schlecht’ sein?

Ich probier mich bereits seit zwei Wochen in diesem Versuch, und habe mit einem Besuch bei einer Kinesiologin begonnen, was mir geholfen hat mich zu fokussieren. Natürlich braucht es auch Energie sich wertzuschätzen, aber ich kann versprechen, dass es sich auszahlt. Wie geht es dir mit einem derartigen Selbstversuch, wann hast du dir das letzte Mal was Gutes getan?

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