Singlemum – mit den Tipps schaffst du es spielend – oder – how to be a singlemum

Kleine Spoiler Warnung gleich anfangs ;), dieser Beitrag ist nicht nur für singlemums. Sondern an alle Mamas da draussen, die vielleicht gerade in der Anfangszeit mal ein bisschen Input für die erste Zeit mit dem neuen Menschen brauchen, für den sie nun 24/7 zuständig sind.
Eine Freundin von mir hat kürzlich ihr Baby bekommen. Sie ist eine singlemum. Alleinerziehend. Etwas, dass oft genug geschieht, aber selten besprochen wird. “How to be a singlemum” Im englischen geht es einem leichter über die Lippen. Das deutsche “Wie ich alleinerziehende Mutter bin” klingt nach einsam kämpfender Amazone. Nach mitleidigen Blicken, nach verweinten Nächten und überhaupt irgendwie schwer. Aber hier ist die Sache, Mutter sein ist ansich kein Kinderspiel. Egal ob mit oder ohne PartnerIn. Aber je leichter wir es nehmen, desto leichter nimmt es uns.

Wenn ich etwas gelernt habe die letzten Jahre, dann wohl dass man sich nicht zu ernst nehmen sollte, und dass gute Organisation und Unterstützung vieles im Alltag erleichtern. Die Kolliken kann ich dir nicht ersparen, die kurzen Nächte auch nicht. Aber ich kann dir versprechen, sie halten nicht an, und du bist nicht ewig singlemum, und du wirst irgendwann auch wiedermal mehr als drei stunden am Stück schlafen.

Hier meine wichtigsten Tipps:

  1. Nimm deine Situation nicht zu ernst. Vieles das Anfangs schwer erscheint, wird später leichter sein, oder folgte dem eisernen Mamamantra “es ist nur eine Phase”.
  2. Das führt mich zum wichtigsten Spruch “Es ist nur eine Phase“. Das wird dein Mantra der nächsten Monate, Jahre. Vieles im Leben deines Kindes wird eine Phase, manchmal ein Beginn von etwas, sein. Sei es die erste Selbstständigkeit, erste Gehversuche, die ersten Trotzanfälle. Alles gehört zu seiner Entwicklung, alles ist notwendig und gut wie es ist.
  3. Hol dir Hilfe, oder Unterstützung, vor allem wenn du dich hilflos fühlst.
    Früher gab es Omas, Opas und Geschwister, heute gibt es meistens im Leben einige Freunde, die uns auf Etappen unseres Lebens begleiten. Wenn deine Familie nicht kann, oder will, verlass dich auf Freunde die Kinder mögen, oder selber Eltern sind. Du musst auch andere Menschen in euer Leben lassen, denn…
  4. verlange nicht zuviel von dir und vergleiche deine Situation niemals mit Anderen. Am schlechtesten ging es mir, als ich zuviel von mir verlangt oder mich verglichen habe. Als ich alles perfekt haben wollte, und doch nichts ging. Du kannst dein Kind auch mal abgeben, an Menschen denen du vertraust, die es gut behandeln, und die Stunde kannst du zum Schlafen nützen.
  5. Und gönne dir auch mal Auszeiten. Sei es eine Stunde spazieren, mal baden in Ruhe. Schau dass jemand auf das Kleine schaut, und lass dich kurz mal gehen. Und denke um Gottes Willen ja nur an dich.
  6. In der ersten Zeit empfehle ich dir auch – nütze jede Möglichkeit zu schlafen. Der Schlafrythmus deines Kindes diktiert die erste Zeit deinen. Akzeptiere es einfach, dagegen anzukämpfen macht nur müde.
  7. Lass jeden Anspruch an Perfektion los. Unordnung ist gerade dein Freund. Egal ob es um eine blitzblanke Wohnung geht, um einen Wäscheberg, oder eine Pediküre die du bräuchtest. Das ist der Zeitpunkt wo du nicht perfekt sein musst. Das einzige was du musst und darfst, ist den Honeymoon mit deinem Kind zu genießen. Es kennenzulernen, sich aufeinander einzulassen. Denn …
  8. das ist die größte Liebesbeziehung die du jemals in deinem Leben hast. Ich kenne keine Beziehung auf zwischenmenschlicher Ebene, die so eine Kraft wie eine Eltern-Kind Beziehung hat. Es ist eine ganz besondere Art von Verbindung die niemals reißen wird. Keine Liebesbeziehung wird jemals an diese Tiefe heranreichen. Für niemanden auf der Welt würdest du so vieles auf dich nehmen, was du für diesen kleinen ErdbürgerIn nun alles tust.
  9. Hier liegt auch die Herausforderung für Singlemum´s, gerade wenn der kleine Mensch in unserem Leben jetzt so eine hohe Priorität hat, wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Kind unser Kind, und weder unser Partner, noch unser bester Freund ist. Es werden Zeiten kommen, da müssen wir in der Rolle als Mutter sehr kraftvoll sein, müssen liebevoll Grenzen ziehen, müssen unliebsame Entscheidungen im Sinne des Nachwuchses führen. Ein Kind auf derselben Ebene wie einen Partner oder besten Freund großzuziehen, mag vielleicht liebevoll erscheinen, ist aber durchaus schädlich für die Kinder, da sie dann die Führung und Geborgenheit nicht bekommen, die sie für ein sicheres Aufwachsen benötigen.
  10. Habe eine “Emergencylade“. Eine Art Nofallkiste. Genauso wie du vermutlich deinen Wickelplatz organsiert hast, oder das Gewand in einer bestimmten Ordnung sortierst. Bereite dir eine Lade vor, mit Wickel, Fieberthermometer, Zahnkügelchen, Brust und Poposalbe. Wenn dein Kind wirklich krank ist, flippst du vermutlich, vor allem die ersten Male, und da ist es gut, nicht erst das Fieberthermometer suchen zu müssen. Im Laufe der Zeit wird diese Kiste sich dann den reelen Ansprüchen deines Kindes anpassen, und du wirst es dann vielleicht mit bestimmten Globuli, ätherischen  Ölen, Brustwickeln oder ähnlichem befüllt haben.

Und nun, habe einen schönen Honeybabymoon. Genieße deine neue Rolle, finde dich darin, nimm dir die Zeit dich darin kennenzulernen. Du und dein Kind, ihr steht nun am Anfang einer ganz neuen Zeit für euch. Diese Jahre sind einzigartig, für euch beide, genießt sie in dieser Form die sie ist! Ein einzigartiges Erlebnis!

 

 

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