Grenada, die Gewürzinsel mit unbeschreiblichem Charme, und sensationellem Erholungswert.

Posted in Reisen mit Travelbabybirdie
on 19. Juli 2017

Auf meiner Suche nach dem perfekten Platz konnte ich vor einiger Zeit nach Barbados und Grenada fliegen. Barbados, berühmt für seine zwei R, Rum und Rihanna kann durch karibischen Ballermannflair begeistern. Aber Grenada ist wie die stille schöne Schwester, die der Großen den Liebhaber vor der Nase wegschnappt.

Atemberaubende Strände, boomender Ökotourismus, genügend Möglichkeiten die Insel über Ausflüge in ihrer Geschichte kennenzulernen. Im Vergleich hatte Grenada damals gewonnen.

Die Insel, die berühmt für ihre Gewürze ist, kann noch viel mehr. Wir haben uns damals ein Auto gemietet, Vorsicht Linksverkehr, und die Insel tageweise auf eigene Faust erkundet.  Auf unserer Tour kamen wir über buckelige Landstraßen (wer perfekte Straßen erwartet, sollte sich lieber ein heimisches Taxi nehmen, und einen Tagespreis aushandeln) zum Grande etang National Park. Eine vergleichsweise große Waldfläche mit einem riesigen Vulkansee, dem Grand etang See, in der Mitte. Man kann nicht so genau sagen, wie tief er wirklich ist.  Fakt ist jedoch, dass er mit einem Vulkan in der karibischen See, dem Kik’-em-Jenny, verbunden ist. Bebt dort der Vulkan, bebt auch hier das Wasser. Fast mystisch erscheint einem dieser Ort, mit dem stillen Wasser, an der Oberfläche glitzernde Fische, aber in der Tiefe unbekannt. Aber natürlich trägt die umgebende tropische Fauna und Flora mit Vogelgezwitscher, exotischen Pflanzen und Tieren zur besonderen Atmosphäre bei. Den Park kann man über geführte Touren oder auch auf eigene Faust erkunden.

 

 

 

 

 

Die Beschilderung auf Grenada lässt leider ein bisschen zu wünschen übrig, und der von Straßentafeln verwöhnte Europäer dreht daher gerne mal unabsichtlich eine Ehrenrunde. Bei so einer „Rundfahrt“ (sie lieben Kreisverkehr) fanden wir eine absolute Ruheoase. Wir waren am Weg zur Westerhall Rum Factory, eine sehr alte und geschichtsträchtige Rumdestillerie, die nun für Besichtigungen zur Verfügung steht, da bogen wir ein oder zweimal falsch ab und waren plötzlich in der Karibikeinöde. Ein Schild wies uns zu einem Hotel-Restaurant „Petit Bacaye“. Über eine ruckelige Feldstraße hofften wir nun jemand zu finden, der uns den Weg wies, und fanden ein Kleinod am Strand. Eine Hotelanlage mit angeschlossenem Restaurants. Kleine Schlafbungalows auf Stelzen. Ein umgebender tropischer Garten. Nachts die Sterne beobachten, ohne jeden Lichtsmog. Jede Wohneinheit mit Blick auf das Wasser und einen wundervollen Sandstrand. Kleine Details an jeder Ecke, die karibische Schwermut erzeugten und eine Terrasse mit Blick aufs Meer, für schöne Urlaubsnächte.  Sollte ich wiedermal in die Ecke kommen, wäre dieser Platz definitiv auf meiner Liste.

 

 

 

 

 

 

 

Weiter gings zur Westerhall Rum Factory und einer ausführlichen Führung über die Rumherstellung. Verkostung inklusive. Auch hier gilt, beachte die Schilder genau, denn nur ein kleines Schild an der Kreuzung wies auf die „westerhall Estate ltd“ hin.

Auch einen Besuch wert war der tropische Garten „Laura’s spice garden“ in dem alle erdenklichen exotischen Pflanzen und Gewürze wuchsen und auch verkauft wurden.

 

 

 

 

 

 

Nach einigen Ausflügen rund um die Insel erkundeten wir dann doch lieber den Rest um die Hauptstadt St. George, inklusive des ewig langen Sandstrandes und noch vieler kleinen Wunder der Karibik.

Grenada hat mein Herz erobert, denn ich war an diesem Ort so erholt und zufrieden. Nicht nur weiße Strände, auch eine besondere Natur und hilfsbereite Menschen. Man kann kaum glauben, dass eine so kleine Insel ein so großes Herz hat.

 

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