Muttertag, oder doch Vatertag, oder is es der Tag des Kindes?

Posted in Mutterschaft, Pädagogik im Praxistest
on 8. Mai 2016

Ohne dieses Kind wär ich keine Mutter.

Ohne dieses Kind wär ein Mann kein Vater.

Also danke an mein Kind, dass es zu uns kam.

Unser Sohn hat sich nicht die leichtesten Startbedingungen gesucht. Eltern die sich trennen sind für alle Beteiligten ein schweres Los. Die Kinder verstehen nicht warum plötzlich einer der beiden nicht mehr da ist, und die Eltern haben mit ihren Konflikten und ihren daran beteiligten inneren Kindern zu tun.
Bei P. beispielsweise eskalierte der Trennungsschmerz so weit, dass der Vater ihres Kindes jahrelang keinen Kontakt pflegte. Und sie stand regelmäßig in der Schusslinie, wenn es darum ging wo denn der Vater sei.  Bei M. ging es eine Spur besser. Klar die Trennung war tragisch, einer leidet immer mehr, aber der Kontakt zum Kind riss nie ab, und so kann deren Kind genauso Wochenenden oder Urlaube bei Mutter oder Vater verbringen, ohne dass es das Gefühl hat etwas würde fehlen.
Aber egal wie die Trennung nun lief. Sonntage, und Muttertage, sind für viele Singlemums eine Herausforderung. Oft haben wir das Gefühl überall glückliche Familien zu sehen, und selber ‚versagt‘ zu haben. Aber wir haben nicht versagt, wir haben einen anderen Weg gewählt. Klar, im optimalen Fall gehört auch der Vater unseres Kindes dazu, aber im zweitoptimalen Fall halt nicht als unserer Partner.
Und dann bin ich einfach dankbar, an diesem Muttertag.
Dafür, dass ich zu den Fallbeispielen gehöre bei denen sich der Vater für sein Kind interessiert und Kontakt hält.
Dafür, dass wir trotz eines schlimmen Trennungsjahres das Wohl unseres Kindes immer an vorderste Stelle stellten, auch wenn es nicht immer so ging wie wir es uns wünschten.
Dafür, dass wir unseren inneren Kinder und ihre Konflikte soweit wie möglich bei uns hielten, und nicht über unser reeles Kind verletzte Emotionen ausagierten.

Und wenn das dann doch passiert, dann kann ich nur den Rat geben, lasst es nicht zu. Wenn eure ExPartnerInnen versuchen über eure Kinder emotionalen Druck zu machen, oder zu erpressen, bleibt klar bei euch, vertraut euren Entscheidungen, und zieht keinesfalls euer Kind mit auf diese Ebene. Euer Kind hat einen Vater, eine Mutter, egal wie die beiden miteinander streiten. Eltern hat man deren Leben lang, nehmen wir unseren Kindern nicht deren Väter und Mütter. Als Eltern müssen wir lernen über den Dingen zu stehen, darum finde ich, dass dieser Muttertag allen Vätern und Müttern zu Ehren kommen soll die das Wohl ihres Kindes an erster Stelle stellen.
Und den wundervollen Kindern, ohne die wir nie Mutter oder Vater wären.

 

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